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Beispiele von Umweltbildungsprojekten
Ein Umweltbildungsprojekt kann viele Gesichter haben: eine konkrete Aktion draussen im Gelände, ein Informations- und/oder Sensibilisierungsprojekt, eine intensive, ganzheitliche Lernerfahrung, die zur Veränderung von Konsummustern führt,
etwas, das zu einer Regeneration der Natur führt, usw.
Wichtig ist dabei allerdings immer, dass auf den Bildungsaspekt geachtet wird: Ziel ist das Fördern von Kompetenzen und das Erreichen von Lernzielen, nicht nur Aktionismus oder Naturschutz. Deshalb erzielen auch solche Projekte eine nachhaltigere Wirkung, die anderweitig in den Unterricht eingebunden und mit anderen Fächern vernetzt sind. Dabei spielt auch die aktive Partizipation der SchülerInnen, möglichst schon von der Projektplannung an, eine unterstützende Rolle.
Organisation einer nachhaltigen
Woche/ eines nachhaltigen Ausflugs «zéro impact»
Organisieren Sie eine Woche oder einen Ausflug zusammen mit den SchülerInnen und setzen Sie sich zum Ziel, die Belastung der Umwelt so weit wie möglich zu reduzieren. In der Klasse wird der Ausflug vorbereitet, indem über Transportmittel, Unterkunft, Verpflegung etc. nachgedacht wird. Am Schluss der Woche/des Ausflugs erstellen Sie mit den SchülerInnen einen ökologischen Fussabdruck der gesamten Aktion und kommunizieren diese den anderen Klassen Ihrer
Schule.
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Gestaltung des Schulgeländes
Die Umgebung Ihres Schulhauses erscheint Ihnen etwas trist. Warum nicht etwas Leben zurückbringen, indem Bäume oder Hecken gepflanzt, ein Schulgarten oder Erlebnispfad angelegt, ein Schulbienenstock installiert, Vogel- oder Fledermauskästen angefertigt und aufgehängt
werden?
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Ein Mobilitätsprojekt organisieren
Tagtäglich legen in der Schweiz Tausende von Kindern und Erwachsenen unnötige Kilometer im Privatauto zurück. Warum starten Sie nicht ein Projekt, das Alternativen ermöglicht: ein Projekt für eine gute Fahrradroute zur Schule, eine Förderaktion umweltfreundlicher Verkehrsmittel (Velo, Skaters, Rollbretter), die Entwicklung und Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrskonzepts für die ganze Schule. Hier kann die Zusammenarbeit mit dem Quartierverein, der Polizei, der IG Velo und anderen viel
bewirken.
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Organisation eines Projekts «Umwelt und Gesundheit»
Sie sorgen sich um den Znüni Ihrer SchülerInnen oder gar deren Ernährung im allgemeinen? Es gibt, vom
«nachhaltigen Pausenkiosk» über den Versuch, durch Einbindung der älteren Generation, saisongerechte und regionale Rezepte wieder aufleben zu lassen, die verschiedensten Möglichkeiten, die Themen Umwelt und Gesundheit in Projekten
umzusetzen.
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Organisation eines Energieprojekts
Alle reden vom hohen Ölpreis und von der notwendigen Förderung regenerativer Energien. Die Schule kann hier eine wichtige Vorreiterrolle und Signalwirkung haben. Installieren Sie auf dem Dach Ihrer Schule, zusammen mit einigen Klassen, dem Hauswart, lokalen Energiespezialisten und der Gemeinde, Sonnenkollektoren für die Warmwassererzeugung oder Solarzellen zur Deckung des Stromverbrauchs der Computer in den Schulzimmern. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, solche Aktionen mit Lernprozessen zu verbinden, die verschiedene Fächer einbeziehen können (Mathematik, Physik, Deutsch, Geschichte): eine genaue Energieanalyse vorher und nachher, eine statistische Begleitung der neuen Anlagen ab Installation etc.
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Organisation einer Abfallwoche
Planen Sie mit einer Klasse, die Abfallströme aller Art, die während einer Woche in Ihrer Schule anfallen, zu sammeln und zu analysieren. Entwickeln Sie mit den SchülerInnen Konzepte zur Vermeidung, Wiederverwendung und zum Rezyklieren. Dabei lässt sich gut mit der Gemeinde, mit Herstellern (Verpackung) und Zulieferern zusammenarbeiten. Die SchülerInnen können auch Konzepte erarbeiten, wie die Erkenntnisse der Woche bei ihnen zuhause oder in der Gemeinde umgesetzt werden könnten.
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Organisation einer BürgerInnen-Initiative
Es gibt in Ihrer Gemeinde eine Umweltproblem, das nicht angegangen wird. In einem Projekt können die SchülerInnen das Problem, dessen Ursachen und mögliche Lösungswege erarbeiten. Danach können sie eine Eingabe an die Gemeinde aufsetzen, bei den entsprechenden Behörden vorstellig werden, usw. Auch hier lassen sich gut verschiedene Lernziele aus verschiedenen Fächern
abdecken.
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Kunst und Umweltbildung
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, Umweltbildung ausserhalb naturwissenschaftlicher Lehr- und Lerngefässe zu betreiben: die Erarbeitung eines Theaterstücks, eines Liederabends, Videoarbeit, Herstellung von nützlichen Dingen oder Kunstgegenständen aus wiederverwertetem
Material, usw.
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Entwickeln eines Informations- oder Kommunikationsinstruments
Aus den allermeisten der genannten Projekten kann weiteres wachsen:s eine öffentliche Veranstaltung erwachsen, von den SchülerInnen konzipiert und durchgeführt: eine Informationsveranstaltung, eine Pressekonferenz oder ein Radiobeitrag, ein Filmabend, usw. Auch die Herstellung einer CD-Rom oder DVD, einer Unterrichtshilfe für andere Klassen, einer Wanderausstellung bieten sich an. Ihrer Kreativität sind kaum Grenzen
gesetzt.
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An der Schule ein Umweltleitbild einführen
Man kann sich in Projekten auch schrittweise an grösseres wagen. Man kann etwa einen langfristigen Lern- und Entwicklungsprozess für die Schule anstossen, wenn man zusammen mit anderen Lehrpersonen, der Schulleitung und verschiedenen Klassen ein Umweltleitbild entwickelt und einführt. Dazu gibt es mittlerweile viele Handreichungen, aus der Oeko-Schulbewegung, der Agenda 21
usw.
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Entwicklung eines nachhaltigen Konsumverhaltens
Jede Schule ist auch ein ökonomischer Akteur. Sie kauft etwa Konsumgüter und Energie ein und hinterlässt Abfall, Abwasser und Abluft. Ein Projekt könnte diese Stoffströme untersuchen und Anregungen entwickeln, wie die Schule sich in ihrem Konsumverhalten umweltfreundlicher und nachhaltiger gebärden könnte. Zusammen mit der Schulleitung, anderen Schulen, Anbietern und der Gemeinde können die Anregungen dann in die Praxis umgesetzt werden.
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