
Wasser-Nachmittage
Primarschule Gachnang, SG1 Klasse | 24 Schüler/innen |
Themen : Wasser, Naturerlebnis, Tiere, Pflanzen,
Mit Kescher, Lupe und Gummistiefeln losziehen und die Lebewesen im Bach auf eigene Faust erforschen - die Nachmittage ausserhalb des Schulzimmers machten aus den "Mensch und Umwelt"-Lektionen lehrreiche, faszinierende und vergnügliche Stunden.
Mit erlebnisreichen Stunden am Wasser soll bei den Schülerinnen und Schülern die Faszination für die Natur geweckt und gefördert werden. Sie sollen einen ihnen bekannten Ort wie den Bach und Weiher mit neuem Fokus entdecken.
Die Lernenden...
...können ihre unmittelbare Umgebung genauer und natürliche Abläufe und Systeme interessiert wahrnehmen.
...können die untersuchten Lebensräume Bach und Weiher unterscheiden;
...kennen die wichtigsten Wasserbewohner und Pflanzen und wissen, wo diese zu finden sind.
...wissen um die Metamorphose von Insekten um Amphibien.
...bearbeiten selbstgesteuert ein Wahlthema, halten die Erkenntnisse fest und berichten anderen Personen über das Gelernte/Beobachtete.
Die Planung basierte auf einer Analyse in Form einer Mind Map. Bei der Auswahl der Themen wurde darauf geachtet, am Erfahrungsbereich der Kinder anzuknüpfen. So wurde der Fokus auf einheimische Gewässer gelegt.
Nach den Frühlingsferien wurden die Kinder mit "Der kleine Wassermann" von Ottfried Preussler ins Thema eingeführt. Noch im Schulzimmer lernten sie mit Hilfe von Arbeitsblättern eine Gewässerlandschaft und einzelne Tiere und Pflanzen kennen, erfuhren mehr über Pfahlbauer sowie diverse Berufe im und am Wasser. Dann wurde der Unterricht an einem Nachmittag pro Woche nach draussen an den Dorfbach und einen nahegelegenen Weiher verlegt. Zuerst gab es jeweils einen geführten Einstieg (Bilderbuch zu Wassertieren, gemeinsames Experiment, usw.). Im Hauptteil bearbeitete jedes Kind ein selbst gewähltes Thema (z.B Beobachtung des Wasserläufers) frei, entdeckend und mithilfe von Büchern/Texten, und hielt seine Erkenntnisse im "Wasserheft" fest. In dieses wurde eifrig geschrieben, gezeichnet und geklebt. Viele Kinder führten es auch in der Freizeit weiter und gestalteten wahre Schmuckstücke.
Einer der Höhepunkte des Projekts war ein lehrreicher Bachtag mit einer Fachperson von VivaRiva. Hier konnte noch mal viel Neues gelernt, geforscht, entdeckt und auftauchende Fragen direkt von der Expertin beantwortet werden. Das gemeinsame Mittagessen draussen war ein zusätzliches Naturerlebnis. Ein weiterer Höhepunkt war ein klassenübergreifender Nachmittag mit den Kindergartenkindern. Die Schüler/innen der 1.Klasse erhielten den Auftrag, diverse Posten zum Thema Wasser vorzubereiten und mit den Jüngeren durchzuführen. Es wurden z.B. Flosse und PET-Flaschen Boote gebaut, Geschichten erzählt, Experimente durchgeführt, Naturbilder gestaltet. Der letzte Höhepunkt bildete eine Wasserausstellung, verbunden mit einem kleinen Schulschlussfest. Die Kinder gestalteten 15 Ausstellungsposten und beschrieben diese in einer Broschüre. Vorgetragene Lieder zum Thema Wasser bildeten das Rahmenprogramm und zwischendurch konnten die Gäste (Eltern, Verwandte) die Ausstellung besuchen.
- Individuelles Wasserheft zur Dokumentation des Wahlthemas
- Ausstellung mit 15 Posten und Ausstellungsbroschüre
- 1 Lehrperson
- 2 Praktikantinnen
Fachperson von VivaRiva an einem Tag (www.vivariva.ch)
800.- (Bachtag mit einer Fachperson von VivaRiva)
Schulprojektfonds der SUB: 400.-, Amt für Umweltbildung TG: 200.-Klassenkasse: 200.-
- Schriftliche Lernkontrolle während und bei Abschluss des Themas.
- Transfer der Kenntnisse an die jüngeren Kindergärtner.
- Beitrag zum abschliessenden Wasserfest (kurze Präsentation oder Postenangebot).
"Den Unterricht in der Natur empfand ich als sehr sinnvoll, weshalb er mich, trotz grösserem Aufwand, sehr zufrieden stellte. So macht "Mensch und Umwelt - Unterricht" Spass!"
Aus den Wasserheften konnte sehr gut abgelesen werden, auf welchem Lernstand die Kinder im Bereich Mensch und Umwelt, aber auch im Bereich Sprache standen.
Die Nachmittage mit dem Kindergarten waren zwar für alle Beteiligte streng, aber es war sehr interessant zu sehen, wie sich die grösseren Kinder Mühe gaben, die kleineren zu führen und ihnen etwas zu zeigen.
Bis auf eines konnten alle gesetzten Ziele erreicht werden; Das Beschränken auf ein einziges Wahlthema fiel vielen Kindern schwer, da es so vieles zu entdecken gab.

Bemerkung: Diese Grafik wurde nachträglich von der Redaktion der SUB erstellt und nicht von den Projektverantwortlichen. Sie zeigt den Beitrag des Projekts an eine BNE und ist nicht mit einer Beurteilung zu verwechseln.
- Mind Map
- Evaluationsbericht mit Photos
- Ausstellungsbroschüre
- Informationsbrief an die Eltern
Projektverantwortliche: Germann-Ilg Nicole (Klassenlehrerin)



